Silent Night
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Wir fürchten uns nicht vor der Dunkelheit, sondern vor dem, was in ihr lauert.
 
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 Erinnerungen

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AutorNachricht
Abel
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Abel


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Ort : Silent Night
Arbeit/Hobbys : Vampir
Laune : zynisch, sarkastisch

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BeitragThema: Erinnerungen   Erinnerungen EmptyMo Feb 21, 2011 1:13 am

Ich erwachte auf einer Wiese.
Regentropfen fielen auf mich nieder.
Meine Augen waren halb geöffnet.
Ich sah in die grauen, tief hängenden Wolken.
Mein Körper tat weh.
Wie war ich hier hergekommen?
Meine Kleidung war total durchnässt.
Etwas schmerzte an meinem Hals.
Ich zuckte zusammen.
Langsam wanderte meine Hand zu der Stelle.
Ich ließ meine Hand zu meinem fahren.
Dort ertastete ich eine kleine Wunde.
Ich schloss meine Augen wieder.
Also... was war passiert?
Ich stieß einen nachdenklichen Seuftzer aus.
Langsam kehrten meine Erinnerungen zurück.

Ein Anruf... Wer war es gewesen?
Ich schauderte kurz, als wolle mein Unterbewusstsein meine Gedanken verdrängen.
Um dagegen anzukämpfen, kniff ich meine Augen fest zu.

Ich versuchte meine Gedanken ruhig zu behalten.
Also... was war passiert?
Ein Anruf kam... es war schon spät gewesen...

...
Das Telefon klingelte.
Kurz zuckte ich zusammen.
Ich lag schon im Bett.
Meine Eltern waren ausgegangen.
Also rappelte ich mich schnell auf und lief zum Telefon.
Ich nahm den Hörer ab.
"Hallo?" fragte ich begrüßend.
"Henry?" hörte ich die Stimme meines besten Freundes fragen.
"Ach du bist's Walter." seufzte ich in den Hörer. "Was gibt's?"
"Henry...kann ich vorbei kommen? Ich hab ein Problem..." Er klang besorgt.
"N-Natürlich... was ist denn los?" fragte ich etwas erschrocken.
Ich hatte meinen besten Freund noch nie besorgt erlebt...
Doch bevor ich eine Antwort bekam, hörte ich es tuten.
Ich seufzte.
Das war wirklich noch nicht passiert...
Ich zog mir schnell ein Hemd über.
Aber ich entfand es nicht nötig, mir noch eine Hose über meine Boxershorts zu ziehen.
Was war auch dabei?
Ein paar Minuten später klingelte es dann an der Tür.
Es war Walter.
Ich öffnete die Tür.
Das erste was ich von ihm sah, waren seine hängenden Schultern und seine langen, schwarzen Haare, die das meiste seines Gesichts bedeckten.
"W-W-Walter?"
Wieder sah ich ihn besorgt an.
Er vollführte einen schlurfenden Schritt in die Tür und ging einfach an mir vorbei.
Verdutzt sah ich ihm nach.
Ich schloss die Tür.
"Hey! Walter!" Schnell hastete ich ihm nach.
"Sprich doch mit mir..."
Doch er war schon in meinem Zimmer verschwunden.
Ich stieß wieder einen Seuftzer aus.
Dann ging ich ebenfalls in mein Zimmer.
Dort stand Walter in der Mitte des Raumes.
"Henry..."
Er blickt über seine Schulter zu mir.
Ich konnte sein Auge etwas sehen und bemerkte, dass etwas... gruseliges darin lag...
Er schien mich böse anzufunkeln.
Schließlich drehte er sich um.
Erschrocken wich ich einen Schritt zurück.
Ich wusste selbst nicht, was mich dazu verleitete.
Nun stand ich mit dem Rücken zur Wand.
Er schritt auf mich zu.
"Wieso weichst du zurück?" wollte er wissen.
Ich schüttelte den Kopf.
"I-I-Ich weiß nicht..." brachte ich stotternd hervor.
Ein lächeln schlich sich auf seine Lippen.
"Du weißt es also nicht..." Wieder machte er einen Schritt auf mich zu.
Ich schob mich an der Wand entlang.
Doch ich wusste immer noch nicht, wieso ich das tat.
Er war doch mein bester Freund?
Wieso musste ich vor ihm zurückweichen?
Vielleicht war es dieses bedrohliche Funkeln in seinen Augen gewesen...
Vielleich war es einfach Instinkt?
Ich schob mich weiter die Wand lang.
Doch dann stieß ich gegen die Kante meines Bettes.
Er war dann doch stehen geblieben.
Dann schüttelte er den Kopf und sah mir zu, wie ich mich ängstlich durch mein Zimmer bewegte.
"Was soll der Unsinn, Henry?"
Ein leises Lachen ertönte von ihm.
Ich war nun um mein Bett herum gegangen und stand nun an der langen Seite.
Ich sah ihn die ganze Zeit an.
Und dann suchte sein Blick meinen.
Als ich dann erst bemerkte, dass sich seine Augenfarbe geändert hatte, im Gegensatz zum letzten mal, als wir uns getroffen hatten, blieb ich wie angewurzelt stehen.
Mein Atem ging nun etwas schneller.
Was... war er?
"Hast du es endlich aufgegeben?"
Ja... aber ich konnte es nicht sagen...
Ich merkte nun, dass ich keine Chance hatte, weg zu rennen.
"Siehst du nun, dass meine Probleme etwas weitgreifender sind, als das du sie so einfach verstehenkönntest? Vielleicht war es ein Fehler, zu dir zu kommen."
Er lächelte traurig.
Dann schien er sich jedoch wieder gefasst zu haben.
Er ging nun wieder auf mich zu.
Schließlich stand er vor mir.
Nun blickte er mir richtig in die Augen.
Ich zitterte.
Ich konnte nicht weggucken.
Dann merkte ich, wie sich seine Hände auf meine Schultern legten.
Mein zittern wurde etwas heftiger.
"W-W-Was hast du vor?" brachte ich etwas erstickt hervor.
"Du wirst mir helfen, Henry..."
Er drückte mich auf mein Bett.
Nun saß ich.
Ich hatte wirklich keine Chance.
Vorallem nicht, weil ich mich nicht zusammen reißen konnte.
Meine Augen strahlten pure Angst aus.
"D-D-Das k-kann ich n-nicht, W-Wa..." meine stimme versagte, als er grinste und seine Fänge entblößte.
Meine Kehle schnürte sich zu.
Vampir? Ein Vampir?
Ich zitterte nun heftig.
Da merkte ich, wie die Last seiner Hände von meinen Schultern genommen wurd.
Er fuhr mir leicht mit seinen Nägeln über den Brustkorb.
Dann drückte er mich zurück.
Nun lag ich...
Mein Blick war starr an die Decke gerichtet.
Er... wollte doch nur mein Blut?
Als er sich über mich beugte, verfing sich mein Blick wieder in seinem.
Seine schimmernd roten Augen schienen mich zu fesseln.
Ich öffnete den Mund, um Worte des protestes zu verkünden, doch ich brachte keinen Laut hervor.
Nicht mal einen schreckens Schrei, als sich der Mund meine Freundes öffnete und ich nun die gesammte länge seiner spitzen Fangzähne sah.
Ich woltle rufen. Um Hilfe schreien.
Doch meine Eltern waren nicht da...
Wen sollte ich also anflehen, dass er mir half?
Selbst Gott hatte mich verlassen...Sonst würde mir schließlich so etwas nicht passieren.
Tränen stiegen mir in die Augen.
Würde ich nun sterben?
Sterben um nachträglich auf ewig zu Leben?
Ich schluchzte.
Seine Haare kitzelten mir etwas übers Gesicht.
Dann strich er mir durch die Haare... Vielleicht als beruhigende Geste.
"Keine Angst... so schlimm ist es nicht." sprach er und lächelte mich schwach an.
Ich wusste das er log.
Es musst das schlimmste sein, dass passieren konnte.
Ewiges Leben?
Das Sterben, von geliebten Personen.
"Schließlich bin ich bei dir..." flüsterte er noch.
Dann senkte sich sein Kopf in Richtung meines Halses.
Schwach hob ich meine Hände und versuchte ihn weg zu drücken.
Doch meine Kraft hatte schon längst versagt.
Es war nur noch armselig.
Ich zuckte zusammen, als sich seine Fänge in meinen Hals bohrten.
Ich spürte mein eigenes Blut warm an meinem Hals hinab fließen.
Ich spürte, wie er mein Blut aus mir hinaus zog.
Und ich spürte heiße Tränen, die über meine Wangen rollten.
Dann wurde ich noch kraftloser.
Meine Augen fielen zu.
"Walter..." flüsterte ich ganz leise.
Und er trank begierig weiter.
Um mich rum wurde es schwarz.
Filmriss...
Nichts weiter...

Aufwachen tat ich auf der Wiese.
Das Gras roch nach Regen.
Die Luft war feucht.
Tränen flossen wieder über meine Wangen.
Bei mir...?
Wo bist du dann, Walter?
Mir wurde kalt.
Ich war kalt...
Ich war tot...
Meine Hand wanderte zu meiner Brust.
Ich spürte mein Herz nicht schlagen.
"Walter..." flüsterte ich zu den Wolken.
Es regnete weiter.
Meine Augen waren geschlossen.
Ich hörte Schritte in dem nassen Gras.
Ich öffnete die Augen wieder halb.
Ich drehte den Kopf.
Ich sah einen Schatten und Füße auf mich zukommen.
Walter?
Es ertönte eine Stimme...
Ich verstand sie nicht...
Aber ich wusste auch, dass es nicht die Walters war.
Oder trügte mich mein Gehör?
Ich drehte meinen Kopf wieder leicht.
Nun sah ich in das Gesicht des Mannes.
Es war eindeutig nicht Walter.
Dieser Mann war blond...
Und kein Vampir.
Seine blauen Augen musterten mich, wie ich hier auf dem Boden lag.
Ich seufzte.
"Mister?" fragte der Mann.
"Geht es ihnen gut?"
Ich war nicht in der Stimmung zu antworten.
Stattdessen versuchte ich nun, mit meinen schmerzenden Gliedmaßen aufzustehen.
Es klappte besser, als ich dachte.
Schließlich stand ich wieder.
Ich war etwas größer als der Blonde.
Wieder ein Widerspruch...
Walter war stets größer gewesen...
Und gewachsen bin ich wieder nicht.
Spöttisch lachte ich.
Dann zuckte ich unbemerkt zusammen.
Der Blonde starrte mich nur noch an.
Es trennte uns nur ein Schritt...
Und diesen überwältigte ich rasch.
Ich schloss einen Arm um ihn, presste ihn an mich, sah ihm in seine Angsterfüllten Augen.
"Tut mir leid..." sagte ich schließlich. "Aber du wirst nun als mein Futter enden.
Mit diesen Worten funkelte ich ihn mit meinen rubinroten Augen an.
Dann schabte ich auf Spaß mit meinen Fangzähnen über seinen Hals und ritzte leicht seine Haut an.
Ich leckte über die Wunde und das hervorquellende Blut.
Sein Körper bebte heftig.
Ich lachte.
Schließlich biss ich ihn.
Und ich trank.
Er wurde schwächer und sank in meinem Arm zusammen.
Als ich mich löste, wurde mir bewusst, was ich getan und gesagt hatte.
Es war, als hätte kurzzeitig irgendetwas Abgrundtief böses von mir besitz ergriffen.

Dann setzten schlagartig die Kopfschmerzen ein.
Ich ließ den Typen los.
Dieser sank leblos zu Boden.
Ich taumelte zurück.
Dann fasste ich mir an den Kopf.
Die Kopfschmerzen wurden schlimmer.
Ich stolperte über einen Stein und fiel wieder hin.
Erinnerungen stürmten auf mich ein.
Ich warf mich auf dem Boden hin und her.

...
Von wegen Filmriss...
Es wäre wohl einfach zu grausam, um sich einfach daran zu Erinnern.
Zwar sah ich nur Bildfetzen...
Aber mein Unterbewusstsein wusste, was passiert war...
Und somit wusste ich es auch...
Ungefähr...
Unterbewusst...

...
Keuchend hatte ich auf meinem Bett gelegen.
Mein bester Freund hatte sich in seine Pulsadern gebissen und sog sein eigenes Blut in seinen Mund.
Schließlich packte er mein Kinn und küsste mich, um mir so das Blut zu verabreichen.
Doch es hatte etwas... tieferes...
Ich schlug meine Augen wieder auf.
Zuckte zusammen.
Ich spürte, wie mein Körper durch die veränderungen in Flammen stand.
Ich wollte mehr...
So griff meine Hand nach seinem Kragen und zog ihn fest an mich.
Ich vertiefte den Kuss...
Und schließlich biss ich ihm in die Lippe.
Damit hatte er nicht gerechnet...
Er zuckte merklich zusammen.
Mein anderer Arm schlang sich um seinen Rücken und zog ihn auf mich.
Gierig trank ich nun sein Blut.
Meine Finger krallten sich in seinen Rücken.
Er versuchte sich zu lösen, doch es klappte nicht.
"Henry...!" erhob er seine Stimme in einem befehlerischen Ton.
Doch ich wollte nicht hören.
Meine Kraft war zurück gekehrt.
Und plötzlich stand mehr noch mehr Kraft zur verfügung.
Es war ein herrliches Gefühl...
Ich musste es einfach austesten.
Ich nahm meinen Arm von seinem Rücken.
So rollte ich mich mit ihm auf meinem Bett.
Ich saß nun auf ihm.
Meine Beiden Hände stützte ich auf seine Brust.
Ich löste mich nun... war aber immer noch über ihn gebeugt.
Alles in mir schien zum zerreißen gespannt.
Immer noch keuchte ich leicht.
"Mehr..." murmelte ich wie in Trance.
Ich hatte keine Kontrolle mehr über mich.
Walter blutete stark aus der Lippe...
Ich hatte sie ihm einmal durch gebissen.
Meine Nägel krallten sich in seinen Brustkorb.
Er stöhnte auf.
Dann bleckte ich meine Zähne.
Nun biss ich ihm in den Hals.
Nun trank ich begierig.
Nun wurde er immer schwächer.
Nun würde er sterben.
Aber würde er Leben?
Leben nach seinem Tod?
Das war mir in meinem Trancezustand egal.
Ich hockte also auf ihm und trank... trank bis kein Tropfen Blut mehr übrig war.
Dann löste ich mich von ihm.
Es war ein befriedigendes Gefühl.
Doch nun vernahm mein Gehör ein Klacken... ein aufschließen einer Tür.
Unten!
Mutter... Vater!
Ich ließ meinen Blick schnell wandern.
Und entschloss mich dann aus dem Fenster zu verschwinden.
Und so... kam ich auf die Wiese...
...

Meinem Unterbewusstsein war es klar...
Mir aber nur teilweise.
Ich hatte nur Bilder gesehen.
Verzerrte Bilder.
Bilder mit Blut...
Und Walter... wie er lächeld, über mich gebeugt, dastand.
Tränen flossen mir wieder über die Wangen.
Ich schluchzte.
Nun war ich eine Ewigkeit allein.
Er wollte eigentlich bei mir bleiben... doch ich war allein...
Wegen meiner Dummheit...

Eine flüsternde Stimme kam mir in den Sinn...
Die Stimme Walters...
Seine letzten Worte...
Seine wahren letzten Worte...
"Ich bin ja bei dir..."
Ich spürte seine Hand auf meinen Haaren... wie eine Geisterhand.
"Was wäre ich denn für ein Idiot, wenn ich die Liebe meines Lebens einfach alleine lassen würde?"
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